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Symmetrie: Das Auge prüft zweimal

Ein gespiegeltes Bild wird kontrolliert, bevor es betrachtet wird.

Draußen ist Symmetrie selten, drinnen ist sie Alltag. Das Kirchenschiff, die Bahnhofshalle, eine Fensterreihe, so lange wiederholt, bis die Wiederholung nichts mehr bedeutet — das sind Entscheidungen, die jemand mit dem Lineal getroffen hat. Die Natur liefert nur Beinahe-Fälle: einen Nachtfalter, einen See um vier Uhr morgens ohne Wind darin, einen Berg, der nur von einem bestimmten Pfad aus ausgewogen wirkt.

Das Schwierige an einer symmetrischen Aufnahme ist, dass sie sich selbst benotet. Zwei Grad neben der Mittelachse, und das Bild verpetzt einen; das Auge vergleicht die Hälften, bevor es das Motiv liest, und darin ist es schneller als in fast allem anderen. Wer so fotografiert, verbringt mehr Zeit damit, die Füße zu versetzen, als den Verschluss auszulösen, und die kleine Neigung, die am Ende korrigiert wird, sieht man erst, wenn sie weg ist.

Der Lohn ist ein Bild mit Rückgrat. Ein symmetrisches Hintergrundbild stellt eine senkrechte Achse in die Mitte des Bildschirms, also genau dorthin, wo üblicherweise nichts liegt: keine Symbole, keine Uhr, kein Ordner namens Neuer Ordner (2). Es überlässt dem Schreibtisch die vollen Ecken und behält die ruhige Mitte.

Glaskuppel 4K Hintergrundbild · architecture · 3840×2560
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Glaskuppel 4K Hintergrundbild · architecture · 3840×2560
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