16:9, 16:10, 3:2 — die Form des Bildschirms
Wie viel von einem Hintergrundbild übrig bleibt, entscheidet das Seitenverhältnis des Panels, lange bevor jemand das Motiv betrachtet.
Hintergrundbilder liegen fast immer in 16:9 vor, weil sich Desktop-Monitore auf diese Form geeinigt haben. Notebooks gehen inzwischen den umgekehrten Weg: vieles ist 16:10, einiges 3:2, höhere Panels, in die ein paar Zeilen Text mehr passen. Legt man ein 16:9-Bild auf einen 16:10-Bildschirm, vergrößert das System es, bis es die Höhe füllt — und dann ist es breiter als der Bildschirm, auf dem es liegt.
Weg sind die Seiten. Etwa ein Zehntel der Breite bei 16:10, knapp ein Sechstel bei 3:2, gleichmäßig links und rechts abgeschnitten, ohne Rückfrage. Ob das wehtut, hängt davon ab, wo die Fotografin ihre Dinge platziert hat: Der einzelne Baum im Drittelpunkt bleibt, derselbe Baum nah am Rand verlässt das Bild.
Der unaufgeregte Weg führt über die Anzeigeeinstellungen, bevor man etwas herunterlädt: 1920×1200 und 2560×1600 sind 16:10, 2256×1504 und 3000×2000 sind 3:2 — Dateien im Verhältnis des eigenen Panels ersparen die ganze Rechnung. Sonst helfen Bilder, die ihre Idee in der Mitte tragen: ein Horizont, ein Verlauf, eine Nebelbank. Die lassen sich auf jede Form beschneiden und bleiben sie selbst. Der Bildschirm ist der feste Rahmen; beschnitten wird das Bild.