Jede Schicht in einer Canyonwand ist ein Kapitel – hier ein Meeresboden, dort ein Dünenfeld, dazwischen gemächliche Jahrmillionen. Wasser hat es geschrieben und redigiert es noch immer, eine Sturzflut nach der anderen.
Die Bilder hier bevorzugen das warme Ende der Geologie: Rost, Ocker, Rosé, gelegentlich ein violetter Schatten, den nur Slot-Canyons um die Mittagszeit hinbekommen. Farben, die kein Palettengenerator wagen würde, bestätigt allein durch ihre Existenz.
So alter Stein ergibt ein eigentümliches Hintergrundbild – er absorbiert Dringlichkeit bei Berührung. Egal wie viele Benachrichtigungen anstehen, die Wand dahinter hat schon zweihundert Millionen Jahre Geduld bewiesen.