Blumen in Lesedistanz
Ein Makroobjektiv macht aus einer Tulpe eine Landschaft und aus einem Tautropfen ein Wetter.
Aus der Nähe hört eine Blume auf, hübsch zu sein, und wird zu etwas Konstruiertem. Adern verlaufen wie Nebenflüsse. Pollen liegt in bemessenen Häufchen. Der Rand eines Blütenblatts hat, vergrößert, die absichtsvolle Kurve von etwas Gezeichnetem statt Gewachsenem.
Diese Sammlung lebt genau in dieser Distanz – nah genug, dass Farbe zu Gelände wird. Hintergründe zerfließen zu weichen Feldern, wie es nur echte Optik kann, und ein einziger Wassertropfen leistet die Arbeit eines ganzen Himmels.
Hintergrundbilder mit kleinem Motiv skalieren wunderbar: Auf dem Handy füllt die Blüte die Handfläche, auf dem Desktop wird sie zu einem stillen Farbfeld, über dem die Arbeit schwebt.