Ein Hintergrundbild für ein Tablet, das sich dreht
Das Handy bleibt hochkant, der Monitor bleibt quer, aber das Tablet ändert mehrmals pro Stunde seine Meinung, und das Bild hinter den Symbolen muss jede Drehung überstehen.
Das Tablet ist der einzige Bildschirm im Haus ohne feste Ausrichtung. Zum Lesen im Bett steht es aufrecht, an eine Tastatur gelehnt liegt es quer. Damit nicht bei jeder Drehung ein schwarzer Streifen erscheint, skalieren die meisten Systeme das Hintergrundbild so weit, dass es in beiden Lagen die lange Seite abdeckt, behandeln es also praktisch als Quadrat. Auf einem 4:3-Tablet liegt deshalb in jedem Moment etwa ein Viertel des Bildes außerhalb des Sichtfelds, und welches Viertel, hängt davon ab, wie man das Gerät hält.
Deshalb gehört das Motiv in die Nähe der Mitte. Der Bereich, den beide Ausrichtungen zeigen, ist ein Quadrat mit der kurzen Seite als Kantenlänge; alles außerhalb taucht in der einen Lage auf und verschwindet in der anderen. Ein Leuchtturm ganz links in einem breiten Bild wirkt am Schreibtisch gut platziert und ist im Bett abgeschnitten. Weite, gleichmäßige Szenen vertragen das Drehen besser: ein Meereshorizont, ein Tal im Nebel, ein Blätterdach von oben, bei dem ein fehlender Streifen links oder rechts nichts Wesentliches kostet.
Auch die Auflösung ergibt sich aus dem Quadrat. Misst die lange Bildschirmseite 2732 Pixel, braucht das Bild ungefähr 2732 auch auf seiner kurzen Seite, sonst vergrößert das System und die Details werden weich. Ein Querformat mit 3840 mal 2160 deckt ein mittelgroßes Tablet gerade so ab; für die größten Modelle ist ein höheres Original die ehrliche Lösung. Der Test dauert zehn Sekunden: Bild einstellen, das Tablet langsam in beide Richtungen drehen und zusehen, was aus dem Rahmen rutscht.